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Kindheit – Wie ich diese Zeit vermisse

Solange man noch in diesem Alter ist, in dem man noch zuhause bei seinen Eltern wohnt, noch zur Schule geht und jeden Tag eine oder zwei warme Mahlzeiten aufgetischt bekommt, ist das Leben eigentlich relativ sorgenfrei. Jeden Mittag von der Schule wieder nachhause zu kommen, seine Lieblingsserie anzusehen und anschließend Hausaufgaben zu machen, ist ein zustand, an den man sich gewöhnen kann. Doch dann ist er vorbei.

Selbstverständlich hat man in dieser Zeit auch sorgen, jedoch beschränken sich diese auf Kleinigkeiten, wie seine Hausaufgaben oder die kleine Streiterei mit einem Klassenkameraden oder einer Klassenkameradin. Aber auch die Einschränkungen die man hat, wenn man noch nicht das achtzehnte Lebensjahr erreicht hat, lassen einen darauf warten, endlich volljährig zu sein. Endlich all das tun und kaufen zu dürfen, was alle Erwachsene schon längst machen können. Kaufen ist ein gutes Stichwort, denn damit beginnt der erste Schritt in die Selbstständigkeit, so ist doch das große Ziel, endlich in seiner eigene Wohnung zu leben. Doch um sich die Miete für die Wohnung leisten zu können, muss man dafür arbeiten.

Irgendwann ist es dann so weit, der letzte Schultag ist vorbei und der Ernst des Lebens beginnt, wo man doch dachte, dass die Schulzeit nie zu Ende geht. So toll es nun auch sein mag, schleichen sich bei mir oft Momente ein, in denen ich mich nach eben dieser unbeschwerten Zeit sehne. Auch wenn es im Moment überhaupt nicht schlecht läuft, ganz im Gegenteil, doch war es in der Kindheit irgendwie sorgenfreier. Hier ist es wichtig ein kleines bisschen Kind zu bleiben auch wenn es nicht immer funktioniert. Was einem bleibt ist aber die Erinnerung an eben diese Zeit und die Möglichkeit, sie mit Filmen und Spielen aus der Kindheit wieder zu erwecken.

So sehr man sich aber diese Zeit auch zurück wünscht, muss man sich leider früher oder später auch eingestehen, dass es einfach nicht mehr möglich ist, diese Zeit noch einmal zu erleben. Ganz zu schweigen von der Schule, denn wer möchte die komplette Schulzeit noch einmal erleben und sich das ganze Wissen, dass man in der ganzen Zeit durch Erlebnisse gesammelt hat, noch einmal einverleiben.

Somit vergeht die Zeit weiterhin wie im Fluge und das einzige was bleibt, ist neben der Erinnerung, die Ungewissheit über die Zukunft, die weiteren Erfahrungen die wir machen werden, die neuen Dinge die wir entdecken werden und die gemeinsame Zeit die wir zusammen verbringen können. Genießen wir doch den Moment, erinnern uns an das was wahr und bleiben gespannt, was uns die Zukunft bietet. Mehr kann man aktuell auch nicht machen, da Zeitreisen immer noch nicht möglich sind. Aber es ist ja auch verständlich, denn sollte ich die Möglichkeit entdecken, in der Zeit beliebig reisen zu können, würde ich es definitiv vorerst für mich behalten und sie nicht direkt publik machen.

Ich steige dann mal in meine Zeitmaschine und reise 15 Jahre zurück, wir sehen uns dann in der Zukunft wieder. 

Kategorie: Meine Meinung

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2 Kommentare

  1. Lieber Patrick,

    ein wirklich sehr schöner Beitrag über eine Zeit, die man nicht so schnell vergisst. Ich befinde mich derzeit vor einer Schwelle, die sich Zukunft nennt. In acht Wochen schreibe ich meine Abiprüfungen und dann im Juni ist es vorbei. Die Schulzeit. Auch wenn es eine lange Zeit war, bzw noch ist, vermisse ich dennoch die Zeit im Hort und würde alles dafür tun, diese nocheinmal zu erleben. Ich kann dir in allen Punkten zustimmen, auch wenn man vielleicht gerade ein Leben hat, mit dem man zufrieden ist, sind es dennoch die Momente aus der Kindheit, die fehlen. Sei es das Gute-Nachtgeschichten-Vorlesen oder der Mittagsschlaf. Früher wollte ich den nicht und lag so oder so die ganze Zeit nur wach, aber jetzt würde ich alles dafür tun um ein wenig herunterzufahren und sich ausruhen. Ich glaube die Kindheit ist eine Zeit, die man selber nicht nocheinmal erleben kannt, höchstens die Kindheit der eigenen Kinder, aber es ist vermutlich trotzdem nicht das Selbe…

    Herzlichen Dank für diesen wunderschönen Beitrag!
    Liebe Grüße, Caterina

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