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Wir haben nichts gesehen – Zivilcourage

Das man in unserer Gesellschaft nicht unbedingt mit Hilfe rechnen muss, wenn man welche benötigt, ist ein bekanntes Problem und alles andere als neu oder unerwartet. Was da aber letzte Woche passiert ist, setzt dem ganzen die finale Krone auf und ist absolut schrecklich.

Um welches Geschehnis es geht, für den Fall, dass es jemand nicht mitbekommen haben sollte oder schon wieder vergessen hat, was ja gelegentlich vorkommt, erzähle ich es nun mal.

Es handelt sich um einen Vorfall vom 3. Oktober, welcher sich in Essen abgespielt hat. Warum ich von der ganzen Sache erst am 31. Oktober etwas mitbekommen habe, verwundert mich jedoch stark. Aber ok, darum geht es mir jetzt auch gerade erst einmal gar nicht. An besagten Tag, ist ein 82 Jahre alter Mann in einer Bankfiliale zusammen gebrochen und wurde zunächst auch nicht weiter beachtet, was auch ein Video einer Überwachungskamera zeigt. Dort ist zu sehen, wie vier Kunden der Bank ihre Geldgeschäfte tätigen und den am Boden liegenden Mann seinem Schicksal überlassen. Erst 20 Minuten und 4 vorbei kommenden Passanten dauerte es bis Hilfe gerufen wurde, leider vergebens.

Wie kann so etwas sein? Wie kann man sich so wenig Gedanken um seine Mitmenschen machen?

Wir sind die Mehrheit und wir mischen uns nicht ein! – Die Ärzte

Beschuldigen möchte ich an dieser Stelle übrigens keinen, jedoch möchte ich dazu aufrufen nicht einfach Menschen im Stich zu lassen, die dringende Hilfe benötigen. Selbst wenn eine Situation gefährlich sein mag, kann es helfen andere Passanten um Hilfe zu bitten und oder die Polizei zu rufen. Das Zauberwort heißt hier Zivilcourage.

Es sind aber auch die kleinen Gesten im Leben, die anderen Menschen das Leben erleichtern. Wie zum Beispiel  der älteren Generation seinen Sitzplatz anbieten oder körperlich schwächeren beim tragen von Koffern oder Taschen helfen. Sollten sich die vermeintlich hilfsbedürftigen Personen dann aber wiederum als undankbar zeigen, kann man auch getrost auf weitere Hilfeleistung verzichten. Das ist dann wieder die andere Seite der Geschichte, die auch gelegentlich vor kommt. Ein respektvoller Umgang ist auf jeder Seite wichtig.

Wie auch so oft habe ich wieder ein zum Thema passendes Musikstück der besten Band der Welt mit dem Titel „Nichts gesehen“.

>>Das Lied „Nichts gesehen“ von Die Ärzte auf YouTube hören.<<

Doch irgendwann bist du es dann, der um Hilfe schreit. Dann bist du in der Minderheit! – Die Ärzte

Man sollte immer daran denken, dass man selber in solch eine oder ähnliche Situation geraten kann. Möchte da nicht jeder wissen, dass einem schnellstmöglich geholfen wird? Mir geht es auf jeden Fall so.

Kategorie: Meine Meinung

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2 Kommentare

  1. Davon habe ich gar nichts gehört, aber mehr als traurig wie egoistisch wir sind
    Liebe Grüße

  2. Hallöchen

    Ich habe von dem Vorfall gehört. Also wirklich traurig sowas. Also ich bin ein Mensch ich schaue mir die Situation an und entscheide wie ich helfen kann weil muss ja auch an mich denken. Natürlich älteren helfen geht immer und mal schnell den Notruf gerufen ist auch immer drin.

    Liebe Grüße Moni

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